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Aktuelles zum Thema Katze




Entwurmung

Im Welpenalter ist eine Entwurmung besonders wichtig, da Welpen Spulwurmlarven durch die Muttermilch aufnehmen. Im Alter von 2 Wochen wird das erste Mal entwurmt, gefolgt von zwei weiteren Entwurmungen im Abstand von 14 Tagen. Parallel dazu sollte die Katzenmutter entwurmt werden. Ein Präparat welches Spulwürmer erfasst ist allgemein ausreichend.

Die erwachsene Katze sollte ebenso regelmäßig entwurmt werden. Bei Haltung im Haus und Ernährung mit Fertigfuttermitteln ist eine ein bis zweimalige Entwurmung pro Jahr meistens genügend. Bei Ernährung mit Schlachtabfällen oder Wild ist die Gefahr der Verwurmung größer, hier sollte häufiger entwurmt werden. Auch sollte man 4 Wochen nach einem Flohbefall an eine Entwurmung denken, da Flöhe Bandwürmer übertragen können (keine Angst, nicht durch den Biss sondern durch den „Verzehr“des Flohs).

Bei Zwingerhaltungen ist die Gefahr der Verwurmung durch Hakenwürmer besonders groß, weiterhin können einzellige Darmparasiten, wie Giardien auftreten.

Eine Entwurmung sollte zielgerichtet sein, d. h. es gibt kein Präparat, welches gleich gut gegen alle Würmer oder einzellige Parasiten wirkt. Durch ein spezielles Verfahren können wir in einer Kotprobe bestimmen, mit welchem „Wurm“ es Ihr Vierbeiner zu tun hat und gezielt behandeln.



Katzenfamilie

Impfung

Hier ist der Katzenbesitzer etwas mehr gefordert, als der Hundebesitzer, da es keine kompletten Kombinationsimpfungen, wie für den Hund gibt.

Zu allerererst sollte man sich überlegen, ob die Katze ein „Stubentiger“ bleibt oder ins Freie entlassen werden soll. Die erste Variante ist die einfachste, für die Katze ungefährlichste und preiswerteste.

Im Fall der Stubenhaltung ist eine Grundimmunisierung gegen Katzenschnupfen und Seuche ausreichend, d. h. es wird mit der 8. und 12. Woche geimpft.

Für den Fall, dass die Katze ins Freie darf, ist neben der Gefahr durchs Auto und militante Mitmenschen, auch an die Gefahr durch Infektionskranheiten durch andere freilaufende Katzen zu denken.

In der 12. Lebenswoche wird für eine freigehende Katze neben dem „Booster“ für Seuche und Schnupfen gegen die Tollwut geimpft.

Sehr gefährlich und weitverbreitet ist die Leukose. Dieses Virus gehört zur Familie der Retroviren, wie auch das human AIDS-Virus. Die Krankheit ähnelt im Verlauf auch einer AIDS-Erkrankung, d. h. die virustragenden Tiere haben oft über einen langen Zeitraum vo Monaten bis Jahren keinerlei Beschwerden. Erst dann kommt es zu einem Versagen der Immunabwehr und andere, sekundäre Erkrankungen, wie Katzenschnupfen brechen aus oder es entstehen Tumoren oder myeloische Leukosen (ähnlich Leukämie). Es ist möglich die Katze durch einen einfachen Bluttest auf Leukose zu untersuchen. Dieser Test ist vor einer Impfung sehr sinnvoll, da das junge Kätzchen bei unbekannter Herkunft bereits infiziert sein könnte und die Impfung eines Leukoseträgers würde nichts bringen. Die Leukose wird in der 12. und 16. Lebenswoche geimpft.

Ein weiteres Virus aus der Familie der Retroviridae ist das FIV Virus. Im Verlauf ist die FiV der Leukose (FeLV) ähnlich, eine Testmöglichkeit analog zum Leukosetest besteht, jedoch gibt es keine Impfung. Glücklicherweise ist bei uns die FiV nicht sonderlich verbreitet.

Als letzte sehr ernstzunehmende Erkrankung ist die FiP zu nennen. Diese Erkrankung ist in unserer Region in den letzten Jahren deutlich auf dem Vormarsch. Die Katze kann sehr lange Virusträger sein, bevor die Erkrankung, die sich durch Bauch- oder Brustfellentzündung und Ergüssen in die Bauch- oder Brusthöhle äußert, auftritt. Auch die Form der FiP, die ohne diese Symptome auftritt, ist im Kommen. Hier werden Leber, Nieren oder Knochenmark befallen, es kommt in Folge zu einem Versagen dieser Organe.

Die FiP bricht häufig bei Jungtieren oder älteren Tieren aus, die Altersgruppe dazwischen scheint nicht so gefährdet. Die Erkrankung ist tödlich. Die Problematik ist, dass es keinen Bluttest für die FiP gibt. Lediglich bei erkrankten Tieren gibt es die Möglichkeit über verschiedene Blutwerte zu einer Diagnose zu kommen.

Es gibt eine Impfung gegen FiP, die sich in den letzten Jahren ausgezeichnet hat. Führende Virologen haben die Wirkung bewiesen, viele Laien zweifeln daran. Wir denken, dass das Problem um die Impfung darin liegt, dass nicht zweifelsfrei festgestellt werden kann, ob ein Tier, welches zur Impfung kommt das FiP Virus beherbergt oder nicht. Bei einem Virusträger kann die Impfung natürlich keinen vollständigen Schutz vor Erkrankung bieten. Bewiesen ist, dass die Impfung in diesem Fall nicht schadet.

Geimpft wird mit der 16. und 20. Woche. Alle Impfungen müssen jährlich wiederholt werden.

 



Katzenstation

Toxoplasmose – Schwangerschaftsrisiko?

Die Toxoplasmose ist eine Erkrankung, die durch den Einzeller Toxoplasma gondii ausgelöst wird. Katzen und andere Feliden sind die einzigen Endwirte für Toxoplasmen und nur sie können Oozysten (infektiöse „Vorstufen“ der Toxoplasmen) ausscheiden. Sie infizieren sich durch die Aufnahme von mit Gewebezysten der Toxoplasmen befallenen Beutetieren (Zwischenwirt), durch Verfüttern von rohem oder ungenügend gegartem Fleisch (v.a. Schaf- und Schweinefleisch) oder direkt durch Oozysten, die von infizierten Katzen mit dem Kot ausgeschieden werden. Für die Katze verläuft die Infektion in der Regel ohne Krankheitsanzeichen und nach einer einmaligen ca. 2- bis 3-wöchigen Ausscheidungsphase (Millionen von Oozysten werden mit dem Kot ausgeschieden) verfügt die Katze über eine lebenslange Immunität.

In Ausnahmefällen (z.B. Vorliegen einer immunsupprimierenden Erkrankung wie Leukose, FiP, Katzenaids) kann die Infektion zur Erkrankung führen und sich durch folgende Symptome äußern: Fieber, Atembeschwerden, Lungenentzündung, Magen-Darm-Erkrankungen, Hepatitis, Erkrankungen der Augen oder Störungen des zentralen Nervensystems. Obwohl über 75% aller Katzen im Laufe ihres Lebens eine Toxoplasma gondii-Infektion durchmachen, werden nur in 0,6-1,3% der Katzenkotproben Oozysten gefunden, da die Katzen ja nur für maximal 3 Wochen zu gefährlichen Ausscheidern werden. Bei den meisten Menschen verläuft die Toxoplasmose ohne Symptome oder mit nur sehr unspezifischen Krankheitserscheinungen einer Allgemeininfektion (Kopf- und Gliederschmerzen, vergrößerte Lymphknoten, Fieber). 60-70% der Mitteleuropäer weisen spezifische Antikörper auf, hatten also einmal, meist unbemerkt, Kontakt mit dem Erreger. Ernste Beschwerden treten besonders dann auf, wenn eine Abwehrschwäche des Immunsystems vorliegt (z.B. Tumor- oder HIV-Patienten) oder wenn sich Schwangere während der Schwangerschaft erstmalig infizieren. Es kann zur Infektion des ungeborenen Kindes mit schweren Folgen kommen (Aborte, Mißbildungen, lebensschwache Babys).

Die Hauptansteckungsquelle für den Menschen sind allerdings nicht die Katzen, sondern rohes Fleisch (Tartar) und ungenügend erhitzte Fleischgerichte (z.B. Steak blutig), auch die Ansteckung durch nur kurz gereifte Rohwurst (Landjäger, Mettwurst u.ä.) ist erwiesen. Da Fleisch immer Gewebezysten der Toxoplasmen enthalten kann, muß prinzipiell bei der Zubereitung von Fleisch auf gute Hygiene (anschließend gründliches Händewaschen) geachtet werden. Beim Kochen oder Braten werden die Gewebezysten durch gründliches Erhitzen unschädlich gemacht.

Weitere Schutzmaßnahmen für gefährdete Menschen sind: gründliches Reinigen der Hände nach der Gartenarbeit, evtl. Tragen von Handschuhen, denn Katzen verscharren in der lockeren Gartenerde gern ihren möglicherweise oozystenhaltigen Kot, tägliches Reinigen der Katzentoilette (Durchbrechen des Entwicklungszyklus, da ausgeschiedene Toxoplasmaoozysten bei 25°C mindestens 48 Stunden benötigen, um infektionstüchtig zu werden).

Um bei einer Schwangerschaft ganz sicher zu gehen, kann man zusätzlich die werdende Mutter und die im Haushalt lebende Katze testen. Ein Bluttest gibt Hinweise auf Antikörper. Hat die Frau bereits Antikörper, ist die Gefahr für das Ungeborene bei einer erneuten Infektion während der Schwangerschaft äußerst gering. Hat die Katze Antikörper, müssen im Abstand von 2 Wochen Kotuntersuchungen auf Oozysten gemacht werden. Sind die Kotuntersuchungen negativ, hat die Katze zwar irgendwann einmal eine Toxoplasmose durchgemacht, ist aber kein Ausscheider mehr. Um eine eventuelle Neuinfektion der Katze zu vermeiden, sollte die Katze im Haus gehalten und nur mit Fertigfutter ernährt werden (keine Beutetiere, kein rohes Fleisch!). Ist eine Kotprobe positiv, ist die Katze momentan vor allem für die Schwangere ohne Antikörper eine gefährliche Ansteckungsquelle. Das Tier sollte vorläufig separiert und vom Tierarzt entsprechend behandelt werden.

Hat die Katze keine Antikörper, hatte sie auch noch keinen Kontakt mit Toxoplasmen und stellt somit keine Ansteckungsgefahr für die werdende Mutter dar. Sie muß allerdings, zumindest für den Zeitraum der Schwangerschaft, vor einer Toxoplasma-gondii-Infektion geschützt werden (Wohnung, Fertigfutter).



Roter Kater im Topf

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